Geschichte der Stadt Hallenberg
Die Stadt Hallenberg wurde vor nunmehr 25 Jahren (zum 1. Januar 1975) durch Zusammenschluss der bis dahin zum
Amt Hallenberg gehörenden Gemeinden Braunshausen, Hallenberg, Hesborn und Liesen gebildet. Der amtsangehörige Ort Züschen
schloss sich der Stadt Winterberg an.
Schon früh bildeten die Gemeinden um das Städtchen Hallenberg herum eine Art kommunalen Zusammenschluss: zunächst
in der Freigrafschaft Züschenau und im 19. Jahrhundert als Bürgermeisterei und späteres Amt.
Die Gründung und Namensgebung verdankt die Stadt Hallenberg ihrer besonderen Lage: Auf einem sogenannten
Bergsporn, der auf einer lang gestreckten Halde, die vom Heidekopf in den Mündungswinkel der Flüsschen Nuhne und Weife ausläuft,
bot sich - um die Mitte des 13. Jahrhunderts - ein geeignetes Gelände zur Anlage einer Festung im Auftrag des Kölner Erzbischofs und
gleichzeitigen Landesherrn des Herzogtums Westfalens, Konrad von Hochstaden. Diese Burg trug zur Festigung der Territorialgrenzen
des Herzogtums Westfalen gegen die Landgrafschaft Hessen und die Grafschaften Waldeck und Wittgenstein bei, sodass scharfe
Landes- und Religionsgrenzen bis in die heutige Zeit bestehen.
Hallenbergs "Historischer Stadtkern" zeigt noch heute im typisch ringartig angelegten Straßenverlauf seinen Ursprung um
die Burg und bietet zahlreiche Fachwerkhäuser sowie die Pfarrkirche mit dem Marktplatz. Von den ehemaligen Hallenberger
Stadtvierteln (sog. Quartale) mit selbstständigen Backhäusern sowie Kuh- und Schafherden ist noch das Backhaus
des Quartals "Burg" in Funktion.
Der Stadtteil Braunshausen ist erstmals im Jahr 1474 urkundlich mit dem Verkauf des Antoniushofes erwähnt. Das Dorf ist
bis heute eine reine Agrargemeinde geblieben.
Hesborn dürfte gegen Anfang des 11. Jahrhunderts gegründet worden sein. Dem Kirchturm sagt man das Baujahr 1127 nach.
Vom Aussichtsturm des 758 Meter hohen Bollerbergs wird der Blick bis nach Hessen ermöglicht.
Die erste urkundliche Erwähnung des Stadtteils Liesen datiert auf das Jahr 1313.
Auch in Liesen hat sich kaum Industrie angesiedelt. Der Ort hat sich in den letzten Jahrzehnten hauptsächlich durch einen
stetig wachsenden Fremdenverkehr weiterentwickelt.
In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg haben sich im Stadtgebiet rentable mittelständische Industrie- und Handwerksbetriebe
(Sitzmöbel, Autofelgen, Aufzüge und Holzverarbeitung) mit rund 2000 Arbeitsplätzen entwickelt. Und auch die Landwirtschaft
ist heute noch von Bedeutung.
Ein stetig wachsender Wirtschaftssektor ist der Fremdenverkehr. Die Lage am Rand des Rothaargebirges bietet hier
Wanderern und Radfahrern die besten Gelegenheiten für schöne Touren in einer hügeligen und waldreichen Umgebung. Gepflegte
Hotels, Pensionen, Gaststätten und Cafés laden zum Urlaub und Verweilen ein. Die bekannte Freilichtbühne sorgt in
den Sommermonaten für die Unterhaltung der einheimischen Bürger sowie von vielen Besuchern und Urlaubern.
Für sportliche Aktivitäten stehen örtliche Sportplätze sowie ein Hallen- und ein Freischwimmbad bereit. |
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